Notfall zuerst: Wer in Not sucht, ruft den Ersten an
Nach einem Sturm laufen die Suchanfragen heiß: „Dachdecker in der Nähe", „Dach undicht", „Ziegel abgedeckt". Wer so sucht, sitzt selten am Laptop. Er steht im Flur, das Handy in der Hand, und will in Sekunden wissen: Ist das ein Betrieb, der meine Gegend bedient, und kann ich ihn jetzt erreichen?
Das gehört deshalb in die ersten Sekunden deiner Startseite, ohne Scrollen und ohne Menü:
- Deine Telefonnummer als tippbarer Link, damit ein Fingertipp den Anruf startet
- Dein Einzugsgebiet in einem Satz, damit niemand erst rätseln muss, ob du kommst
- Ein klarer Hinweis, wie schnell man bei dir Hilfe bekommt, nämlich genau so, wie ihr es wirklich leistet
Das mit dem Notdienst ist heikel. Wirbst du mit einem Notdienst, muss er existieren: Eine Seite, die einen 24-Stunden-Service verspricht, bei der nachts niemand abnimmt, ist schlimmer als keine Aussage. Bietest du keinen an, schreib lieber ehrlich, wie schnell du dich meldest, etwa „Rückruf werktags innerhalb weniger Stunden", aber nur, wenn das stimmt.
Erreichbar wirken heißt: die Nummer sehen, ohne zu suchen.
Leistungen sauber trennen: Steildach, Flachdach, Klempnerarbeiten, Dachfenster
Viele Dachdecker-Websites haben eine Seite „Leistungen", auf der alles steht: Steildach, Flachdach, Dachrinne, Dachfenster, Reparatur. Für Kunden ist das bequem, für die Suche ein Problem. Google beantwortet Fragen mit einzelnen Seiten, und eine Sammelseite ist für keine Frage die beste Antwort.
Wer „Flachdach undicht" sucht, will eine Seite sehen, die genau das behandelt: typische Ursachen, wie du vorgehst, welche Materialien du verwendest, wie lange es dauert, wen er anrufen kann. Eine eigene Unterseite pro Leistung kann diese Antwort geben, und sie lässt dich in der lokalen Suche für mehr Anfragen auftauchen.
- Ein Leistungsbereich pro Seite, mit echten Beispielen aus deinem Alltag
- Nur die Leistungen, die du wirklich verkaufst, keine 40 Seiten auf Vorrat
- Auf jeder Seite ein klarer Weg zum Anruf oder zur Anfrage
Und schreib für Menschen, nicht für Suchmaschinen: Wenn ein Text nur gebaut wurde, damit ein Wort oft vorkommt, merkt das der Kunde als Erster.
Projekte zeigen statt beschreiben
Dachdecker arbeiten an Dingen, die man sieht. Ein gutes Foto überzeugt mehr als drei Absätze über „höchste Qualität". Am stärksten wirken Vorher-Nachher-Paare: altes, bemoostes Dach, neues Dach. Jeder versteht sofort, was du gemacht hast.
Das Problem ist selten der Wille, sondern der Aufwand. Eine Galerie, die nach der ersten Befüllung nie wieder angefasst wird, ist nach zwei Jahren ein Archiv. Sie muss sich deshalb so pflegen lassen, dass es auf dem Heimweg von der Baustelle geht:
- Ein Foto vom Handy, drei Zeilen dazu: Ort (grob, nicht die Adresse), Leistung, Material
- Sortierbar nach Leistung, damit der Interessent für sein Flachdach auch Flachdächer sieht
- Bilder, die vor dem Hochladen für das Web verkleinert werden. Ein Handyfoto hat schnell mehrere Megabyte und macht jede Seite langsam
Ein Hinweis zu Fotos von Kundenhäusern oder Personen: Kläre vorher, ob die Aufnahmen veröffentlicht werden dürfen. Das ist keine Rechtsberatung, aber eine Frage, die man einmal sauber klären sollte.
Du willst wissen, wo deine aktuelle Website steht? Im kostenlosen Erstgespräch bekommst du eine ehrliche Einschätzung.
Erstgespräch anfragenVertrauen: Zeig, was nachprüfbar ist
Wer ein Dach beauftragt, gibt viel Geld aus für etwas, das er selbst nicht beurteilen kann. Er sucht deshalb Anhaltspunkte, ob er dir trauen kann. Meisterbetrieb, Innungsmitgliedschaft und Garantien helfen dabei, aber nur, wenn sie stimmen.
Zeig nur das, was ein Kunde nachprüfen kann.
- Meisterbetrieb, Innung, Mitgliedschaften: nur mit Nachweis, gern mit Link zur Organisation
- Gründungsjahr und Familiengeschichte, wenn es sie gibt: Ein Betrieb mit Tradition wirkt dauerhaft
- Gesichter mit Namen: Das Team auf der Website, damit der Kunde weiß, wer vor der Tür steht
- Gewährleistung und Garantien so, wie sie im Vertrag stehen, nicht schöner
Was nicht auf die Seite gehört: erfundene Bewertungen, Siegel ohne Mitgliedschaft und Stockfotos von Handwerkern in fremder Arbeitskleidung. Kunden erkennen so etwas schneller, als man denkt, und danach glaubt ihnen auch der Rest nicht mehr.
Fachkräfte und Azubis: Karriereseite statt Stellenanzeige
Wer einen Ausbildungsplatz sucht, ist oft sechzehn und sucht auf dem Handy. Oft sucht auch die Mutter oder der Vater mit. Beide wollen wissen, wie ein Arbeitstag aussieht, was man mitbringen muss und wie man sich bewirbt. Eine Stellenanzeige als PDF beantwortet davon nichts.
Eine gute Karriereseite für einen Dachdeckerbetrieb zeigt:
- Ausbildungsdauer, Beginn und Voraussetzungen auf einen Blick, auch Schwindelfreiheit, offen angesprochen
- Echte Fotos vom Team auf dem Dach statt Stockbilder
- Eine Bewerbung, die so einfach wie möglich ist: ein Anruf oder ein kurzes Formular reicht oft
- Einen Ansprechpartner mit Namen
Wenn du offen kommunizierst, was Azubis verdienen oder wie die Ausbildung bei dir abläuft, ist das ein Pluspunkt. Fachkräfte suchen heute Betriebe, die sich erklären, nicht solche, die man erst anrufen muss, um irgendetwas zu erfahren.
Aus unserer Arbeit
So haben wir es bei Stein Bedachungen gelöst
Wilhelm Stein Bedachungen ist ein Dachdeckerbetrieb, der sich auf der Startseite als Meisterbetrieb „seit 1920" vorstellt. Für diesen Betrieb haben wir die Website gebaut. Diese Dinge sind dort heute zu sehen:
- Die Leistungen sind in sechs Bereiche aufgeteilt, vom Wohndach über Industriedächer, Denkmalschutz und Blitzschutz bis zur Reparatur
- Eine Referenzen-Galerie zeigt über zwanzig Arbeiten, von Privathäusern bis zu Gewerbebauten
- Das Ausbildungsangebot ist beschrieben, mit Dauer, Beginn und Voraussetzungen
- Telefonnummer und Kontaktformular sind direkt erreichbar